Israel ist klein und die Züge zwischen den großen Städten sind ausgezeichnet — ein Auto ist also nicht immer nötig. Für den weitläufigen Norden und den Wüstensüden jedoch verwandelt ein Mietwagen die Reise. Hier erfahren Sie, wann sich das Mieten lohnt, was Sie wissen müssen und wo Sie buchen.
Wann ein Auto (nicht) sinnvoll ist
Verzichten Sie auf das Auto für den Tel Aviv–Jerusalem–Haifa-Korridor — Züge und Busse sind schneller und günstiger, wenn man das Stadtparken einrechnet.
Mieten Sie ein Auto für Galiläa, die Golanhöhen und den Negev, wo Sehenswürdigkeiten wie Weingüter, Aussichtspunkte und der Makhtesh-Ramon-Krater verstreut und die öffentlichen Verbindungen dünn sind. Eine verbreitete Strategie: Städte per Zug erkunden, dann zwei bis drei Tage im Norden oder Süden mit Mietwagen.
Welcher Fahrzeugtyp?
Wählen Sie eine Kategorie passend zu Ihrem Reiseprogramm. Alle Preise sind unverbindliche Richtwerte — vergleichen Sie immer aktuelle Preise, da Verfügbarkeit und Saison diese erheblich beeinflussen.
Hochsaison läuft ungefähr von Juli bis August und während der jüdischen hohen Feiertage (September–Oktober). Frühling (März–Mai) und Herbst (November) bieten ein gutes Mittelfeld aus angenehmen Wetterbedingungen und niedrigeren Preisen.
Kosten und Leistungsumfang
Preise variieren je nach Saison und Nachfrage; Vorausbuchen und Anbieter vergleichen spart am meisten. Nutzen Sie die Vergleichstools oben, um alle Anbieter am Flughafen Ben Gurion und in Stadtdepots auf einen Blick zu sehen.
Häufige Zusatzkosten zum Einplanen:
CDW-Selbstbehalt-Verzicht — reduziert oder eliminiert Ihren Selbstbehalt bei Fahrzeugschäden. Ihre Kreditkarte deckt dies möglicherweise bereits ab; prüfen Sie dies, bevor Sie die Version des Mietunternehmens kaufen.
Jungfahrerzuschlag — in der Regel für Fahrer unter 25 Jahren; rechnen Sie mit ~10–20 $/Tag.
Einweggebühr — Abholung in Ben Gurion und Rückgabe in Tel Aviv oder Haifa kann eine Pauschalgebühr auslösen; prüfen Sie dies bei der Buchung.
Route-6-Maut (Highway 6) — Israels wichtigste Nord-Süd-Schnellstraße ist eine bargeldlose elektronische Maut; Mietunternehmen erheben diese automatisch oder stellen einen Transponder bereit. Klären Sie die Modalitäten im Voraus.
Autofahren in Israel — das Wichtigste
Rechtsverkehr. Straßen und Autobahnen sind modern; Beschilderung auf Hebräisch, Arabisch und Englisch.
Führerschein und Alter — nehmen Sie einen Internationalen Führerschein mit Ihrem nationalen Führerschein mit; Mindestalter in der Regel 21–24 Jahre.
Schabbat — ein Mietwagen hält Sie mobil, wenn der öffentliche Nahverkehr stillsteht, aber Mietstationen schließen oft Freitagmittag bis Samstagabend; planen Sie Abholung und Rückgabe danach. Siehe den Schabbat-Reiseführer.
Grenzen und Westjordanland — die meisten Verträge verbieten die Einreise nach Jordanien und heben den Versicherungsschutz in manchen Gebieten auf; für Petra nehmen Sie eine Tour. Siehe Grenzübergänge.
Parken — Stadtparken ist eng und farbig markiert am Bordstein (blau/weiß = kostenpflichtig; rot/weiß = Halteverbot); nutzen Sie in Tel Aviv und Jerusalem lieber Parkhäuser statt Straßenparkplätze.
Navigation — Waze funktioniert in Israel hervorragend, einschließlich Echtzeit-Verkehrsmeldungen auf der Route 1 und dem Ayalon. Laden Sie Offline-Karten als Backup herunter.
Die restliche Planung
Besorgen Sie sich Ihre eSIM für Navigationsdaten und Ihre Reiseversicherung vor der Abreise. Wenn Sie lieber nicht vom Flughafen fahren möchten, lesen Sie Ben-Gurion-Flughafentransfers. Um die Optionen für Selbstfahrerrouten zu verstehen, behandelt der Reiseführer zum Autofahren in Israel Straßenverhältnisse, Benzin und stadtspezifische Parktipps.
Frequently asked questions
Benötige ich einen Mietwagen in Israel?
+
Für die großen Städte nicht — schnelle Züge und Busse verbinden Tel Aviv, Jerusalem, Haifa und die Küste. Ein Auto lohnt sich für Galiläa, Golanhöhen und Negev, wo Sehenswürdigkeiten weit verstreut und öffentliche Verkehrsmittel begrenzt sind. Viele Reisende mieten nur für diese Tage.
Darf ich mit dem Mietwagen am Schabbat fahren?
+
Ja — ein Mietwagen ist eine der besten Möglichkeiten, am Schabbat mobil zu bleiben, wenn Züge und die meisten Busse nicht fahren. Beachten Sie, dass viele Mietstationen von Freitagmittag bis Samstagabend geschlossen sind; planen Sie Abholung und Rückgabe entsprechend.
Darf ich den Mietwagen ins Westjordanland oder über die Grenze nach Jordanien fahren?
+
Die meisten israelischen Mietverträge verbieten, das Fahrzeug nach Jordanien und oft in Teile des Westjordanlands zu bringen — der Versicherungsschutz kann dort erlöschen. Prüfen Sie stets die Vertragsbedingungen; für Petra nutzen Sie besser eine organisierte Tour.
Was benötige ich, um in Israel ein Auto zu mieten?
+
Einen gültigen Führerschein (ein Internationaler Führerschein zusätzlich zu Ihrem nationalen Führerschein wird empfohlen), eine Kreditkarte auf den Namen des Hauptfahrers und in der Regel ein Mindestalter von 21 bis 24 Jahren. Es gilt Rechtsverkehr; die Straßen und Beschilderung sind gut und größtenteils auch auf Englisch.
Welche Zusatzleistungen sollte ich bei einem Mietwagen in Israel beachten?
+
Häufige Optionen sind: Reduzierung oder Verzicht auf den Haftungsselbstbehalt (CDW), Diebstahlschutz, Jungfahrerzuschlag (in der Regel unter 25), Einwegrückgabegebühr und GPS-Navigation. Manche Kreditkarten schließen CDW für internationale Mietwagen ein — prüfen Sie dies, bevor Sie die Version des Anbieters kaufen.
Ist ein Automatik- oder Schaltgetriebe in Israel besser?
+
Automatikfahrzeuge sind weit verbreitet und empfehlenswert, besonders in Städten wie Jerusalem und Tel Aviv, wo Verkehr und Steigungen das manuelle Fahren anspruchsvoller machen. Automatikfahrzeuge kosten etwas mehr, lohnen sich aber für die meisten Besucher. Schaltgetriebe sind zu günstigeren Preisen erhältlich, wenn Sie damit vertraut sind.