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ANU – Museum des Jüdischen Volkes Tel Aviv: Besucherguide 2026

ANU – Museum des Jüdischen Volkes Tel Aviv: Besucherguide 2026

By The Visit Israel Editorial Team · Last updated

ANU Museum besuchen und Tel-Aviv-Erlebnisse buchen

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Lange Warteschlangen an der Museumskasse umgehen: ANU-Tickets online über Tiqets buchen. Das Genealogie-Büro und Führungen sind gefragt — Vorabregistrierung für die Codex-Sassoon-Galerie empfohlen.

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Jüdisches Kulturerbe Touren Tel Aviv Tour

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ANU-Museumsbesuch mit einer geführten Kulturpromenade durch den Ramat-Aviv-Campus oder einem ganztägigen jüdischen Erbe-Programm in Tel Aviv kombinieren — zertifizierte Ortsführer, Kleingruppen.

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Hotels in Nord-Tel Aviv — Nahe dem ANU Museum Stay

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Das ANU Museum liegt auf dem Campus der Universität Tel Aviv in Ramat Aviv, im Norden der Stadt. Hotels in dieser Gegend bieten kurze Wege zum Museum, zum Eretz-Israel-Museum und zur Küste.

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Das ANU Museum des Jüdischen Volkes liegt auf dem Campus der Universität Tel Aviv in Ramat Aviv und erzählt eine Geschichte von 3 000 Jahren — Wanderung, Überleben, kulturelle Schöpfung und Erneuerung jüdischer Gemeinschaften aus allen Teilen der Welt. Nach einer vollständigen Renovierung im Wert von 300 Millionen NIS, wiedereröffnet 2021, zählt es heute zu den eindrucksvollsten Museumserlebnissen Israels, mit einer Dauersammlung, die den Codex Sassoon umfasst — eine der ältesten vollständigen hebräischen Bibelhandschriften, 2023 für einen Rekordpreis von 38,1 Millionen Dollar erworben.

Für Besucher aus Deutschland, Österreich und der Schweiz gewinnt das Museum eine besondere Tiefe: Die aschkenasische Geschichte, die deutsch-jüdische Emigrationswelle der 1930er Jahre (die sogenannten Yekkes), und die Dokumentation deutsch-sprachiger jüdischer Gemeinden machen es zu einem persönlich resonanten Besuch — weit über die allgemeine Diasporaerzählung hinaus.


Der Codex Sassoon

Die bedeutendste Erwerbung des ANU Museums ist auch eines der wichtigsten jüdischen Kulturobjekte der Welt, die öffentlich zugänglich sind. Der Codex Sassoon ist eine nahezu vollständige hebräische Bibel — alle 24 Bücher — kalligraphiert von einem Schreiber namens Shem Tov ben Mayer um 920 n. Chr.; damit einer der ältesten erhaltenen Belege des vollständigen hebräischen Bibelkanons.

Benannt nach einem früheren britisch-irakischen Besitzer, wurde die Handschrift im Mai 2023 bei Sotheby’s New York versteigert, wo sie 38,1 Millionen Dollar erzielte — ein Weltrekord für jede hebräische Handschrift. Das ANU Museum erwarb sie durch eine philanthropische Partnerschaft und stellte sie dauerhaft in Tel Aviv aus.

Der Codex wird in einer atmosphärisch kontrollierten Vitrine im Erdgeschoss ausgestellt. Der Text ist im Detail sichtbar; interpretative Tafeln erläutern die Handschriftenproduktion, die Eigentumsgeschichte und die Bedeutung des Codex in der Entwicklung der biblischen Texttradition. Fotografieren ohne Blitz ist in der Regel erlaubt — aktuelle Richtlinie beim Eingang bestätigen.


Die vier Dauerausstellungsebenen

Gemeinschaften

Die erste Ebene rekonstruiert Zentren jüdischen Gemeinschaftslebens in Geschichte und Geographie — Synagogen, Märkte, Straßen — mit besonderem Augenmerk auf sephardische und aschkenasische Traditionen. Für Besucher aus den DACH-Ländern ist die Dokumentation des deutschen und österreichischen Judentums — Gemeinden des Mittelalters, der Emanzipationsperiode und der Emigrationswelle der 1930er (Yekkes) — häufig der persönlich berührendste Teil.

Exil

Diese Ebene verfolgt die großen jüdischen Migrationsbewegungen: Spanien 1492, das Zarenreich, das von den Nazis besetzte Europa, der Irak der 1950er Jahre. Individuelle Familiengeschichten verleihen den historischen Statistiken eine menschliche Dimension.

Kultur

Die Kulturebene präsentiert jüdische Beiträge zu Kunst, Wissenschaft, Literatur und Musik in aller Welt — von Kafka und Freud über Hannah Arendt bis zu den Künstlern der Berliner und Wiener Moderne.

Rückkehr

Die letzte Ebene deckt die Gründung des Staates Israel und die zeitgenössische israelische Gesellschaft ab — multiethnisch, mehrsprachig, in ständiger Aushandlung kollektiver Identität.


Die Genealogie-Datenbank

Eine der bemerkenswertesten Ressourcen des Museums ist seine Genealogie-Datenbank — ein digitales Archiv, betrieben von MyHeritage, das die Rückverfolgung jüdischer Familiennamen, Herkunftsgemeinden und Migrationswege über Jahrhunderte ermöglicht. Das Genealogie-Büro im Museum bietet geführten Zugang zu den Archiven und Forschungsunterstützung.

Für Besucher, die ihre Familienursprünge zurückverfolgen möchten, kann eine Rechercheeinheit am Genealogie-Büro der persönlich bedeutsamste Teil des Besuchs sein. Buchung einer Einheit wird empfohlen, besonders in der Hochsaison — Optionen auf anu.org.il vor dem Besuch prüfen.


Praktische Informationen

Anreise:

Öffnungszeiten (auf anu.org.il bestätigen): Im Allgemeinen So–Mi 10–17 Uhr, Do 10–20 Uhr, Fr 10–13 Uhr. Samstags und an hohen jüdischen Feiertagen geschlossen.

Eintrittspreise: Ca. 60 ₪ Erwachsene, 45 ₪ Studenten/Senioren — aktuelle Preise auf anu.org.il prüfen. ISIC-Ermäßigung in der Regel gültig.

Café und Museumsshop: Das Museumscafé ist während der Öffnungszeiten geöffnet. Der Design-Shop bietet Sonderausgaben und Werke zur jüdischen Geschichte.

Ehrlichkeitshinweis: Sammlungen und Ausstellungen entwickeln sich — aktuelles Programm auf anu.org.il vor dem Besuch prüfen.


Den Besuch ergänzen

Das ANU Museum lässt sich natürlich mit anderen Besichtigungen in Nord-Tel Aviv und darüber hinaus verbinden:

Frequently asked questions

Wo liegt das ANU Museum des Jüdischen Volkes? +

Das ANU Museum befindet sich auf dem Campus der Universität Tel Aviv in Ramat Aviv, im Norden Tel Avivs. Adresse: Klausner 2, Ramat Aviv. Zugang per Straßenbahn (Rote Linie) bis zur Station Universität, oder per Bus Linien 7, 89 oder 171 aus dem Stadtzentrum Tel Avivs. Mit dem Auto ca. 20 Minuten vom Stadtzentrum; kostenpflichtiger Parkplatz auf dem Campus vorhanden.

Was ist der Codex Sassoon und warum ist er bedeutsam? +

Der Codex Sassoon ist einer der ältesten und vollständigsten hebräischen Bibelhandschriften der Welt, um 920 n. Chr. entstanden. Er enthält alle 24 Bücher der hebräischen Bibel und wurde im Mai 2023 bei Sotheby's New York für 38,1 Millionen Dollar versteigert — ein Weltrekord für jede hebräische Handschrift. Das ANU Museum erwarb ihn durch eine philanthropische Partnerschaft und stellt ihn dauerhaft in Tel Aviv aus. Er ist die kostbarste jüdische Handschrift, die der Öffentlichkeit weltweit zugänglich ist. Fotografieren ohne Blitz ist in der Regel erlaubt — beim Eingang bestätigen.

Wie lange dauert ein Besuch im ANU Museum? +

Drei bis vier Stunden für einen vollständigen Besuch. Die vier Dauerausstellungsebenen — Gemeinschaften, Exil, Kultur und Rückkehr — verdienen je eine ruhige Erkundung. Das Genealogie-Datenbankbüro allein kann eine Stunde absorbieren, wenn man nach Familienursprüngen forscht. Ein selektiver Besuch mit Codex Sassoon, der Gemeinschafts-Ebene und dem Genealogiebereich dauert rund zwei Stunden. Es gibt ein Café vor Ort; die Campusgärten bieten eine angenehme Pause zwischen den Stockwerken.

Ist das ANU Museum dasselbe wie Beth Hatefutsoth? +

Ja. Das Museum wurde 1978 als Beth Hatefutsoth (Beit Hatfutsot) gegründet — das 'Haus der Diaspora' — gewidmet der Geschichte jüdischer Gemeinschaften in aller Welt. Eine vollständige Renovierung im Wert von 300 Millionen NIS (rund 85 Millionen Dollar), abgeschlossen 2021, startete die Institution unter dem Namen ANU neu — das hebräische Wort für 'wir' — und spiegelt einen zeitgemäßeren Ansatz zur jüdischen Identität und kulturellen Vielfalt wider. Die zentrale Mission bleibt unverändert: Das Museum erzählt 3 000 Jahre Geschichte jüdischer Gemeinschaften auf allen Kontinenten.

Wie greife ich auf die Genealogie-Datenbank des ANU Museums zu? +

Die Genealogie-Datenbank des ANU Museums (betrieben von MyHeritage) ermöglicht die Suche nach Familiennamen, Herkunftsgemeinden und Migrationswegen der Diaspora. Das Genealogie-Büro im Museum bietet geführten Zugang und Forschungsunterstützung. Für komplexe genealogische Recherchen wird die Buchung einer Rechercheeinheit empfohlen. Aktuelle Buchungsoptionen vor dem Besuch auf anu.org.il prüfen.

Was sind Öffnungszeiten und Eintrittspreise des ANU Museums? +

Öffnungszeiten und Eintrittspreise können sich ändern — stets auf anu.org.il vor dem Besuch prüfen. Historisch war das Museum sonntags bis mittwochs 10–17 Uhr, donnerstags 10–20 Uhr, freitags 10–13 Uhr geöffnet, samstags (Schabbat) und an hohen jüdischen Feiertagen geschlossen. Der Eintrittspreis lag üblich bei ca. 60 ₪ für Erwachsene und 45 ₪ für Studenten und Senioren; unter 18 Jahren frei — diese Preise können sich periodisch ändern. Die Ermäßigung für ISIC-Studentenausweis ist in der Regel gültig.

Kann man das ANU Museum und das Eretz-Israel-Museum am selben Tag besuchen? +

Ja — das ist eine natürliche Kombination für einen vollen Tag. Das Eretz-Israel-Museum (ein archäologischer Pavillonkomplex mit Planetarium und aktiver Ausgrabung) liegt rund zwei Kilometer nördlich des ANU Museums, ebenfalls im Universitätsviertel Ramat Aviv. Planen: ANU Museum morgens (drei bis vier Stunden), dann Eretz-Israel-Museum am Nachmittag (zwei bis drei Stunden für die Hauptpavillons). Beide sind am Schabbat geschlossen; keines ist durch den nationalen Parkpass abgedeckt — separaten Eintritt für beide einplanen.

Welche Verbindung hat das ANU Museum zur deutsch-jüdischen Geschichte? +

Die Verbindung ist besonders reichhaltig. Die Ebene 'Gemeinschaften' dokumentiert das aschkenasische Judentum — also die Gemeinschaften des mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Deutschland und Osteuropas. Ausgestellt werden Synagogengegenstände aus dem Rheinland und Bayern, Zeugnisse der Yekkes (jüdische Einwanderer aus Deutschland und Österreich, die in den 1930er Jahren nach Palästina emigrierten) und der deutsch-jüdischen Presse. Das Leo-Baeck-Institut New York, das Hauptarchiv für deutsch-jüdische Geschichte, kooperiert mit dem ANU. Für DACH-Besucher mit jüdischen Familienverbindungen nach Deutschland, Österreich oder in die Schweiz kann das Genealogie-Büro besonders bedeutsame Funde ermöglichen.

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