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Erster Bahnhof Jerusalem: Markt, Restaurants & Mesila

Erster Bahnhof Jerusalem: Markt, Restaurants & Mesila

By The Visit Israel Editorial Team · Last updated

Jerusalemer Stadtviertel und Kulinarik entdecken

Jerusalem Kulinarik- und Markt-Stadtführung Tour

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Jerusalemer Esskultur mit einem lokalen Guide erleben — von den Gewürzhändlern des Mahane-Yehuda-Markts bis zu den Kunsthandwerkern am Ersten Bahnhof. Viele Jerusalem-Foodtouren führen durch die Bahnhofsanlage und den Café-Streifen der Deutschen Kolonie.

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Jerusalem Altstadt & Deutsche Kolonie Tour Tour

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Das UNESCO-gelistete Altstadt-Erbe mit Jerusalems pittoreskestem modernen Viertel kombinieren — Deutsche Kolonie und Erster Bahnhof. Halbtags- und Ganztagesabfahrten von großen Jerusalemer Hotels.

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In Jerusalems atmosphärischstem Viertel übernachten — der Deutschen Kolonie mit der baumgesäumten Emek-Refaim-Straße, Steinunterkünften und zehn Minuten zu Fuß zum Ersten Bahnhof und Mesila-Trail.

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HaTachana HaRishona — Jerusalems Erster Bahnhof — ist einer der überraschendsten Kulturorte der Stadt: ein aufwendig restauriertes Ottomanisches Bahnhofsgebäude von 1892, das heute als Freiluft-Markt, Restaurantcluster und Konzertstätte im Herzen der Deutschen Kolonie funktioniert.

Für Reisende aus dem DACH-Raum hat dieser Ort eine besondere Resonanz: Die Deutsche Kolonie (Hamoshava HaGermanit) direkt nebenan wurde 1873 von württembergischen Templern gegründet — einem deutschen Erweckungsbewegungsmilieu, das im 19. Jahrhundert Siedlungen in ganz Palästina aufbaute. Die steinernen Fassaden mit deutschen Inschriften entlang der Emek-Refaim-Straße sind buchstäblich deutsches Erbe mitten in Jerusalem.


Geschichte: Die erste Eisenbahn der Levante

Die Jaffa-Jerusalem-Eisenbahn wurde 1892 fertiggestellt — die erste betriebene Eisenbahnlinie der gesamten Levante. Die osmanische Verwaltung vergab die Konzession an ein französisches Unternehmen, und die 87 km lange Strecke durch die judäischen Berge war eines der technisch anspruchsvollsten Bauprojekte der Epoche: Der finale Anstieg von Meereshöhe auf Jerusalems 800 m Höhe erforderte eine gewundene Bergstrecke, die die Reisezeit gegenüber der Luftlinie verdreifachte.

Die Jerusalemer Endstation wurde vom Ottomanischen Architekten Yusuf Eff. Tabari in einem funktionalen Kalksteinstil entworfen, der sich in das bestehende Stadtbild einfügte. Jahrzehnte lang diente er als Haupttor für Pilger, Händler und Beamte, die aus Jaffa — und jenseits Jaffas aus Europa — anreisten.

Der Bahnhof blieb bis 1998 in Betrieb. Nach Jahren des Leerstands schloss die Gemeinde Jerusalem 2013 eine sorgfältige Renovierung ab: Das Originalstongebäude wurde erhalten; in seinem Rahmen entstand ein zeitgenössisches Kulturprogramm.


Der Komplex heute

Das Ergebnis ist eine der durchdachteren Denkmalsanierungen Jerusalems. Die Steinmauern und der Bahnsteig sind intakt; Bahnhofsbeschilderungen aus der Eisenbahnzeit sind im Kontext erhalten. Die Gartenanlage nutzt das ursprüngliche Gleisbett als linearen Promenadenpfad.

Im Komplex zu finden:


Die Deutsche Kolonie: DACH-Verbindung

Die Emek-Refaim-Straße — einen kurzen Spaziergang vom Ersten Bahnhof — ist die Hauptader der Deutschen Kolonie. Ihre charakteristischen Steinhäuser mit (teils noch lesbaren) deutschen Inschriften wurden in den 1870er und 1880er Jahren von der Württembergischen Tempelgesellschaft errichtet: einer pietistischen Bewegung aus Schwaben, die im Heiligen Land Ackerbausiedlungen gründete und einen kollektiven Aufbruch ins Heilige Land unternahm.

Im Ersten und Zweiten Weltkrieg wurden die deutschen Templer von der britischen Mandatsverwaltung interniert und schließlich vertrieben; ihre Häuser gingen in israelischen Besitz über. Heute ist das Viertel ein weltliches Café- und Gastronomiequartier — aber die Architektur erzählt noch immer die Geschichte.

Für DACH-Reisende ist es das einzige Quartier Jerusalems, in dem man buchstäblich durch deutsches Kulturerbe spaziert.


Der Mesila-Trail

Der Park HaMesila (Eisenbahn­park) beginnt am Ersten Bahnhof und führt 7 km südwärts auf dem Originalgeleisbett der 1892er Jaffa-Jerusalem-Bahn. Die Route ist:

Eine kombinierte Besichtigung — Marktfrühstück am Ersten Bahnhof, dann Mesila-Wanderung südwärts — ist eine der authentischsten Möglichkeiten, das lebende Jerusalem abseits der überfüllten Altstadt zu erleben.


Praktisches

Schabbat beachten: Der Markt schließt Freitagmittag. Restaurants im Komplex sind Samstag je nach Kashrut-Status teilweise geöffnet — auf firststation.co.il prüfen. Anreise freitagabends nicht planbar, wenn das Ziel der Markt ist.

Timing: Freitagsmorgen 09:00–12:00 ist die lebhafteste Marktzeit. Donnerstagabend 17:00–20:00 eignet sich für Konzerte und Abendessen; weniger überfüllt als der Freitagsmarkt.

Kombination mit der Altstadt: 15 Minuten zu Fuß oder 10 Minuten per Taxi bis zum Jaffator. Der Erste Bahnhof lässt sich gut als Abschluss einer Altstadtbesichtigung einbauen — ruhiger, schattiger, und mit besserer Küche als die meisten Optionen innerhalb der Stadtmauern.

Weiterführend: 1-Tages-Jerusalem-Itinerar · Ausflüge von Jerusalem · Mahane-Yehuda-Markt · Schabbat in Israel · Ein Kerem Jerusalem

Frequently asked questions

Was ist der Erste Bahnhof Jerusalem (HaTachana HaRishona)? +

HaTachana HaRishona (Hebräisch für 'der erste Bahnhof') ist die Endstation der ursprünglichen Jaffa-Jerusalem-Eisenbahn, fertiggestellt 1892 unter osmanischer Herrschaft — die erste Eisenbahnlinie in der gesamten Levante. Der Bahnhof bediente Passagiere bis 1998. Die Jerusalemer Gemeinde renovierte den Komplex 2013 und verwandelte das 4.000 Quadratmeter große Ottomanische Steingebäude mit Umgebung in einen Kultur-Gewerbehub mit Restaurants, Cafés, einem wöchentlichen Kunsthandwerkermarkt und einem Freiluft-Konzertraum.

Wann ist der Markt am Ersten Bahnhof geöffnet? +

Der Freiluft-Kunsthandwerkermarkt läuft donnerstags (typischerweise 10:00–20:00 Uhr) und freitags (09:00–13:00 oder 14:00, Schluss vor Schabbat). Der Freitagsmorgenmarkt ist besonders lebhaft — Frischprodukte, lokaler Käse und Wein, Olivenöl, Kunsthandwerk. Der Markt schließt ab Freitagmittag bis Samstagabend (Schabbat). Restaurants im Komplex öffnen generell Sonntag–Freitag; aktuelle Öffnungszeiten auf firststation.co.il prüfen.

Wie kommt man zum Ersten Bahnhof Jerusalem? +

Der Erste Bahnhof liegt an der David-Remez-Straße in der Deutschen Kolonie, etwa 15 Gehminuten südlich des Jaffatores oder 10 Minuten vom King-David-Hotel. Mit der Stadtbahn: Die Grüne Linie (Linie 2, Eröffnung 2023) hält an der Station Emek Refaim / Deutsche Kolonie. Mit dem Bus: Linien 21 und 72 fahren in der Nähe. Parken ist möglich, füllt sich aber donnerstagabends und freitagmorgens schnell — Anreise zu Fuß oder per ÖPNV wird empfohlen.

Was hat die Deutsche Kolonie mit Deutschland zu tun? +

Die Deutsche Kolonie (Hamoshava HaGermanit) wurde 1873 von der Württembergischen Templer-Gemeinschaft gegründet — einem pietistischen deutschen Erweckungsbewegung aus Württemberg, die im 19. Jahrhundert mehrere Siedlungen im Heiligen Land gründete. Die charakteristischen Steinhäuser mit deutschen Inschriften und fränkisch anmutenden Fassaden entlang der Emek-Refaim-Straße sind ihr architektonisches Erbe. Heute ist das Viertel ein säkulares Café- und Gastronomiequartier — die Templer-Verbindung ist im Stadtbild noch immer lesbar.

Was ist der Mesila-Trail und wie beginnt er am Ersten Bahnhof? +

Der Erste Bahnhof ist der nördliche Ausgangspunkt des Park HaMesila (auch Train Track Park) — ein 7 km langer linearer Fuß- und Radweg, angelegt auf dem ursprünglichen Gleisbett der Jaffa-Jerusalem-Bahn von 1892. Der Weg verläuft südlich durch die Viertel Baka, Katamon und Pat bis nach Malha. Er ist rollstuhlgerecht, gut beleuchtet und führt durch jüdische und arabisch-israelische (Beit Safafa) Wohnviertel, die von Touristen selten besucht werden. Eine Mesila-Wanderung vom Ersten Bahnhof aus ermöglicht es, Komplex und Markt zu erkunden und dann zu Fuß oder per Rad durch Jerusalems Alltagsviertel südwärts zu ziehen.

Ist der Erste Bahnhof für Familien geeignet? +

Ja — die offene Freiluftanlage, Schattenplätze, Kunsthandwerkstände und ungezwungene Konzertveranstaltungen machen den Ersten Bahnhof zu einem der familienfreundlichsten Kulturorte Jerusalems. Der Freitagsmorgenmarkt ist besonders geeignet: Kinder genießen die Lebensmittelstände, die breite gepflasterte Plattform und die historische Bahnatmosphäre.

Unterscheidet sich dieser Bahnhof von HaTachana in Tel Aviv? +

Ja — das sind zwei völlig separate Orte in verschiedenen Städten. HaTachana Tel Aviv (in Neve Tzedek) ist ein anderes 1892-er Ottomanisches Bahnhofsgebäude, das zu einem gehobenen Boutique-Komplex umgebaut wurde. HaTachana HaRishona Jerusalem (in der Deutschen Kolonie) ist die Jerusalemer Endstation derselben ursprünglichen Jaffa-Jerusalem-Bahnlinie. Beide teilen die architektonische DNA — Ottomanisches Kalksteingebäude, Fertigstellung 1892 — aber sie bedienen völlig andere Stadtviertel und Besuchserlebnisse.

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