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Die schönsten Panoramastraßen in Israel: 7 Routen 2026

Die schönsten Panoramastraßen in Israel: 7 Routen 2026

By The Visit Israel Editorial Team · Last updated

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Ein kleines Land mit enormer Landschaftsvielfalt: Auf einer Fahrt von Tel Aviv nach Eilat (330 km) durchquert man Mittelmeerküste, Judäische Berge, das Tote-Meer-Becken und den Negev. Die sieben Routen in diesem Guide zeigen das Spektrum — von der Wüstenhauptstraße bis zum schroffen Golan-Grenzstreifen.


Route 1: Highway 40 — Die Negev-Hauptachse (80 km)

Strecke: Beer Sheva → Avdat → Sde Boker → Mitzpe Ramon
Beste Reisezeit: Oktober–April; im Sommer nur früh morgens
Fahrtzeit: 1,5–2 Stunden rein (ohne Stops)

Die wichtigste Wüstenstraße Israels. Von Beer Sheva nach Süden wird die Landschaft zunehmend karg, die Farbe des Bodens wechselt von sandig zu dunkelrot, schließlich zu kreideweißem Kalkstein bei Avdat.

Highlights:

Avdat (UNESCO-Welterbe): Die nabatäische Stadt auf dem Hügel über dem Highway — gepflasterte Römerstraßen, byzantinische Kirchen, eine ungewöhnlich gut erhaltene Weinpresse. Besuch 1–2 Stunden; National Park Eintritt (parks.org.il).

Sde Boker: Das Kibbutz, in dem David Ben-Gurion seinen Lebensabend verbrachte. Das Ben-Gurion-Haus ist ein zugängliches, nicht überlaufenes Museum. Nebenan: der Ben-Gurion-Aussichtspunkt über das Zin-Tal (Wadi Zin) — einer der überzeugendsten Panoramapunkte des Landes, besonders bei Nachmittagslicht.

Ramon-Krater (Makhtesh Ramon): Der Endpunkt der Route. Kein Einschlagkrater, sondern ein geologisches Unikum: ein Erosionskrater von 40 km Länge, 9 km Breite, 500 m Tiefe. Der Aussichtspunkt am Rand von Mitzpe Ramon ist 2 Minuten vom Stadtrand entfernt und überwältigend bei Sonnenaufgang.


Route 2: Jerusalem-Hügel — Route 395 (25 km)

Strecke: Sha’ar HaGai → Ein Kerem → Jerusalem
Beste Reisezeit: ganzjährig; Frühling (Mohn- und Anemone-Blüte März–April)
Fahrtzeit: 45 Minuten

Die Route, auf der jüdische Kolonnen 1948 Jerusalem mit Proviant versorgten — und die Wracks der gepanzerten Lastwagen sind noch immer absichtlich am Straßenrand belassen, jetzt bemalt und bewacht. Die Fahrt ist ein Stück lebendige Geschichte.

Von Sha’ar HaGai (Bab el-Wad) hinauf nach Jerusalem verändert sich die Vegetation: von mediterranem Tiefland-Maquis zu den Terrassenweinbergen und Kiefernwäldern der Judäischen Hügel. Ein Kerem — das Dorf, in dem Johannes der Täufer nach Überlieferung geboren wurde — ist ein Ausflugsziel für sich: enge Gassen, Galerien, das Franziskaner-Kloster.


Route 3: Golan-Route 98 (70 km)

Strecke: Katzrin → Nimrod-Festung → Banias → Quneitra-Aussichtspunkt → Mt. Bental → Majdal Shams
Beste Reisezeit: Oktober–Mai (keine Sommer-Hitze-Einschränkung, aber Wintersturm möglich)
Fahrtzeit: 2–3 Stunden (viele Stops)

Die Route mit dem dichtesten Programm. Route 98 folgt dem nördlichen Golan-Höhenkamm entlang der syrischen Grenze — mit Sicht auf Syrien, Israel und den Hermon-Berg gleichzeitig.

StopEntfernungHighlights
Nimrod-Festungkm 0Kreuzfahrerburg, Nationalpark; Aussicht See Gennesaret
Banias (Caesarea Philippi)km 10Quellheiligtum, Wasserfall, HerodesTempel-Reste
Quneitra-Aussichtspunktkm 25UN-Pufferzone sichtbar; verlassene syrische Stadt
Mt. Bentalkm 35Aussichtspunkt auf Damaskus-Ebene; ehemaliger Militärposten
Majdal Shamskm 45Drusenstadt; lokale Küche; Kirschsaison (Juni)

Wineries: Der südliche Golan zwischen Katzrin und dem Galilee-See ist Israels zweitwichtigste Weinregion. Golan Heights Winery (Katzrin) bietet Führungen an; mehrere kleinere Boutique-Weingüter entlang der Nebenstraßen.


Route 4: Gilboa-Kamm — Route 667 (18 km)

Strecke: Gan HaShlosha → Gilboa-Aussichtspunkt → Beit She’an
Beste Reisezeit: Februar–April (Iris-Blüte); Oktober–Mai allgemein
Fahrtzeit: 1 Stunde

Die Gilboa-Kammstraße ist Israels Wildblumen-Route. Im Februar und März blüht die Gilboa-Iris (Iris haynei), eine endemische Art, die nur auf diesem Bergkamm vorkommt — violett-schwarz, auf weißem Kalkstein, mit dem Jordantal als Hintergrund. Außerhalb der Blütezeit ist die Strecke schön (weite Jordantal-Aussicht), aber weniger einzigartig.

Am Fuß des Gilboa: Beit She’an — eine der am besten erhaltenen Römer-Städte des Landes, mit einem vollständigen Kolonnaden-System, Theater und Bädern (Nationalpark).


Route 5: Karmelgebirge-Waldstraßen (ca. 40 km Kreis)

Strecke: Haifa → Muhraqa → Drusen-Dörfer (Daliat el-Carmel, Isfiya) → zurück
Beste Reisezeit: Oktober–April
Fahrtzeit: 2–3 Stunden Rundkurs

Das Karmelgebirge ist Israels einziger mediterraner Wald in größerem Maßstab. Die Fahrten durch das Walddach sind nicht spektakulär im Canyon-Sinne, aber angenehm anders: Duft von Aleppo-Kiefer und Erdbeerbaum, Drusen-Dörfer mit eigener Küche (Pita, Laban, gegrilltes Fleisch), der Aussichtspunkt Muhraqa mit Blick über die Jesreel-Ebene.

Für Besuche: Daliat el-Carmel hat den lebendigsten Markt der Region (freitagvormittags besonders aktiv). Das Dorf ist drusenisches Kulturzentrum — unabhängige Minderheit, keine Muslime, keine Christen; eigene Gastfreundschaft.


Route 6: See-Gennesaret-Höhenstraße Route 7717 (12 km)

Strecke: Tiberias → Poriah-Höhen → Lavnun-Aussichtspunkt
Beste Reisezeit: ganzjährig; Sommer für Sonnenuntergang
Fahrtzeit: 30 Minuten

Die unterschätzte Route. Route 7717 steigt schnell aus Tiberias auf die Westseite des Galilee-Beckens und öffnet Panoramen auf den vollständigen See — Israel, Jordanien, die Golan-Hügel — in einem einzigen Bild. Auf 350 m Höhe über dem Seespiegel (der See liegt auf −213 m).

Der Lavnun-Aussichtspunkt ist der beste Fotopunkt für den See Gennesaret aus der Höhe, besonders bei Sonnenuntergang.


Route 7: Route 90 — Das Tote-Meer-Ufer (90 km)

Strecke: Qumran → Ein Gedi → Masada → Ein Bokek
Beste Reisezeit: Oktober–April; im Sommer ausschließlich vor 9 Uhr
Fahrtzeit: 1,5 Stunden nonstop; 4–6 Stunden mit Stops

Die ikonischste Straße Israels in geografischer Hinsicht: Route 90 am Westufer des Toten Meeres liegt auf −400 m, dem tiefsten befahrbaren Punkt der Erde. Links die schroffen Kalksteinklippen der Judäischen Wüste; rechts die hypersalzige Tote-Meer-Oberfläche.

Pflicht-Stops:

Qumran: Die Höhlen, in denen die Schriftrollen vom Toten Meer 1947 gefunden wurden. Der Nationalpark zeigt die Ausgrabungen der essenischen Gemeinschaft (2 Stunden).

Ein Gedi: Oase mit Wasserfällen, Wildziegen (Nubische Steinböcke) und dem biblischen Nahal David-Canyon. Früh morgens ist es hier still und kühl — eines der schönsten Naturerlebnisse Israels.

Masada: Auf dem Plateau der herodianischen Festung über dem Toten Meer — Seilbahn oder Schlangenweg hinauf. Im Sommer: Schlangenweg schließt zwischen 10 und 16 Uhr (genaue Termine bei den israelischen Parkverwaltungen prüfen).

Ein Bokek: Das Kurort-Areal am Südende mit Stränden und Hotels — der touristisch erschlossenste Teil des Toten Meeres.


Praktisches Planen

Navigation: Waze (israelische App, von Google übernommen) ist für Israel genauer als Google Maps — örtlich verwendetes Echtzeit-Verkehrssystem. Download vor dem Start.

Tanken: Benzin-Tankstellen entlang aller Routen; im Negev (Route 40) zwischen Sde Boker und Mitzpe Ramon ca. 50 km ohne Tankstelle — vor der Fahrt volltanken.

Shabbat: Mietwagenstationen in Innenstädten sind freitagnachmittag bis Samstagabend oft geschlossen; Flughafen-Standorte bleiben offen. Fahren selbst ist möglich.


Für die Vorbereitung: Autofahren in Israel: Reiseführer, Mietwagen Israel, Negev-Reiseführer und Golan-Höhen Guide.

Frequently asked questions

Braucht man in Israel ein internationales Führerschein? +

Nein — EU-Führerscheine werden in Israel ohne internationalen Zusatz akzeptiert. Schweizer und österreichische Führerscheine ebenfalls. Der nationale Führerschein aus DACH-Ländern ist ausreichend für Mietwagen in Israel. Kreditkarte für die Kaution ist jedoch Pflicht (Debitkarte wird von den meisten großen Mietwagengesellschaften nicht akzeptiert).

Welche Panoramastraße ist die schönste in Israel? +

Das hängt von der Reisezeit und dem persönlichen Stil ab. Für Wüstenlandschaft: Route 40 durch den Negev (Avdat, Mitzpe Ramon). Für Wasserblick: Golan-Route 98 mit Blick auf den Galilee-See. Für dramatisches Gelände ohne Extremtemperaturen: Jerusalem-Hügel-Route 395 in den frühen Morgenstunden. Für Wildblumen im Frühjahr: Gilboa-Kamm-Route 667 (nur Februar bis April). Die Route 90 am Toten Meer ist einzigartig — −400 m, aber nur früh morgens empfohlen.

Ist Fahren in Israel für Europäer schwierig? +

Israel fährt rechts (wie Europa) — kein Gewöhnungseffekt nötig. Hürden: Beschilderung auf Hebräisch und Englisch (kein Deutsch); Verkehr in Tel Aviv und Jerusalem ist dicht und aggressiv; Route 6 ist Mautstraße (automatisch an Autoschildern erkannt, Gebühr wird per Kreditkarte abgebucht). Autobahn-Navigation mit Waze (Israel-App, besser als Google Maps lokal) empfohlen. Parken in Tel Aviv ist das größte Ärgernis — Tiefgaragen bevorzugen.

Kann man die Route 40 durch den Negev ohne Geländewagen fahren? +

Ja — Route 40 ist eine asphaltierte Nationalstraße, keine Offroad-Route. Standard-Mietwagen (Economy, Kompakt) sind ausreichend. Für Nebenwege zum Ramon-Krater-Boden oder in abgelegene Wadis ist ein SUV sinnvoll, aber nicht für die Hauptroute. Im Sommer (Juli–August): Klimaanlage ist Pflicht, kein Wandern auf Route-40-Trails — nur Ausblicke per Fahrzeug.

Wann ist die beste Zeit für Panoramafahrten in Israel? +

Oktober bis April ist ideal für die meisten Routen: angenehme Temperaturen, klare Sicht, grüne Landschaft nach dem Winterregen. Ausnahmen: Gilboa-Irisblüte nur Februar–März; Schnee auf dem Hermon (Golan) Dezember–Februar (Skisaison). Sommer (Juli–August): Küste und Golan sind akzeptabel; Negev und Totes Meer nur früh morgens. Frühjahr ist insgesamt die beste Saison für alle 7 Routen.

Gibt es in Israel Mautstraßen? +

Ja — Route 6 (Transisrael Highway, Nord-Süd-Verbindung) ist die Hauptmautstraße. Maut wird automatisch per Kennzeichenerfassung erhoben; Mietwagengesellschaften rechnen die Gebühr über die Kreditkarte ab. Die Karmeltunnel (Haifa) und einige Stadtautobahnen sind ebenfalls mautpflichtig. Alle anderen Hauptstraßen (Route 1, 2, 4, 40, 90) sind gebührenfrei.

Sind Fahrten in die Westbank mit Mietwagen möglich? +

Für Bethlehem und das Tote-Meer-Westufer (israelisch kontrolliertes Gebiet C): israelische Mietwagen dürfen in Zone C fahren, aber nicht in Zone A (palästinensische Vollkontrolle, z.B. Ramallah, Nablus, Jericho-Innenstadt). Vertragsklausel im Mietvertrag lesen — einige Gesellschaften schließen jegliche Westbank-Fahrten aus (und das Mietauto ist nicht versichert bei Schäden in Zone A). Für Zone-A-Besuche: öffentliche Verkehrsmittel oder spezialisierte Tour-Anbieter nutzen.

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