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Rosh Pina: Erstes Galiläa-Dorf der Zionisten (2026)

Rosh Pina: Erstes Galiläa-Dorf der Zionisten (2026)

By The Visit Israel Editorial Team · Last updated

Winzerdörfer und Panoramen der Obergaliläa entdecken

Weinort-Tour Obergaliläa Tour

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Geführte Tagestouren durch die Weindörfer der Obergaliläa — Weinproben auf Weingütern mit Charakter, Panoramablick ins Hulatal und historisches Rosh Pina mit einem lokalen Guide.

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Rosh Pina's Altstadt mit dem Golan kombinieren — Banias-Wasserfall, Festung Nimrod und Panoramablick auf das Hulatal. Ab Tel Aviv oder Jerusalem mit englischsprachigen Guides.

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Rosh Pina ist eines der beliebtesten Romantikziele Israels — Steinhaus-Guesthouses und Weinguts-B&Bs in wenigen Schritten vom historischen Viertel. Frühzeitig buchen für Sommer-Wochenenden und jüdische Feiertage.

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Rosh Pina (ראש פינה) liegt auf einem Kalksteinhang über dem Hulatal in der Obergaliläa, vor einem der eindrucksvollsten Panoramen Israels: der Talboden, das Golanplateau, der libanesische Grenzkamm und an klaren Tagen der schneebedeckte Gipfel des Hermon. 1882 von rumänischen jüdischen Einwanderern gegründet — der älteste noch erhaltene Moshava Galiläas — ist das restaurierte Steinviertel entlang der HaKahal-Straße einer der wenigen Orte Israels, an dem eine landwirtschaftliche Dorfstraße des späten 19. Jahrhunderts noch intakt und zu Fuß erlebbar ist.

Heute fungiert Rosh Pina als Tor zur Obergaliläa-Weinroute und als eines der führenden Romantikziele Israels — eine Verbindung aus historischer Architektur, charaktervollen Weingütern und einem Dorfrhythmus, den die großen Städte nicht bieten können.

Für DACH-Besucher bietet Rosh Pina eine unerwartete Parallele zu Elsässer oder Burgenland-Weinorten: Kopfsteinpflaster, wiederhergestellte Steinhäuser, Boutique-Weingüter in historischem Ambiente — kombiniert mit dem Tiefenpanorama eines Tals, das dreitausend Jahre Geschichte in Sichtweite birgt.


Geschichte: Eckstein Galiläas

Der Name stammt aus Psalm 118 — “Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, ist zum Eckstein geworden.” Die ersten Siedler waren rumänische jüdische Einwanderer, die 1882 in der Welle der Ersten Aliyah ankamen, die die Region schrittweise umgestalten sollte. Die ersten Jahre waren hart: schlechter Boden, Malaria im Tal und drohender Bankrott hätten die Kolonie in ihrem ersten Jahrzehnt fast beendet.

Die Rettung kam vom Baron Edmond de Rothschild, dem Pariser jüdischen Philanthropen, der stiller Mäzen der zionistischen Siedlungsbewegung wurde. Sein Eingreifen in Rosh Pina — landwirtschaftliches Fachwissen, Trockenlegung der Malariasümpfe und finanzielle Unterstützung — rettete die Kolonie und etablierte ein Muster, das er in Dutzenden notleidender Siedlungen wiederholte. Die ersten Siedlerfamilien hinterließen noch sichtbare Spuren: der alte Friedhof am Hang bewahrt Gräber der Ersten Aliyah der 1880er, und die restaurierten Häuser entlang der HaKahal-Straße sind im Kalkstein-Vernakular der Epoche gebaut.

Die Synagoge — 1888 errichtet, eine der ältesten noch erhaltenen Synagogen aus der zionistischen Siedlungsperiode — steht auf der HaKahal-Straße und wird noch heute für Schabbat-Gottesdienste genutzt. Der Eintritt ist in der Regel frei; angemessene Kleidung ist erforderlich.


Spaziergang durch das Altviertel: die HaKahal-Straße

Das Altviertel (HaRekhov HaYashan) ist kompakt genug für einen gemächlichen Stundensaziergung, belohnt aber langsameres Erkunden. Die HaKahal-Straße ist die Hauptachse — Kalksteingebäude mit schweren Holztüren, Innenhofgärten, kleine Galerien und Keramikwerkstätten in restaurierten Räumen. Die Straße ist mit Feigenbäumen und Granatapfelbäumen gesäumt, und der Stein hält die Nachmittagswärme bis in den frühen Abend.

Schlüsselstationen des Fußgänger-Rundwegs:

Bayit BeRosh Pina (“Ein Haus in Rosh Pina”) — lebendes Museum der frühen jüdischen Besiedlung, in einem der originalen Häuser der 1880er mit zeitgenössischen Möbeln, landwirtschaftlichen Geräten und Archivfotos der Gründersiedler eingerichtet. Kleiner Eintrittspreis; die meisten Tage morgens und nachmittags geöffnet — Öffnungszeiten vor Ort prüfen.

Die Synagoge von 1888 — das älteste noch aktiv genutzte Gebäude des Dorfes. Die Steinfassade ist schlicht und patiniert; das Innere ist nüchtern mit ottomanischen Schnitzereien aus dem späten 19. Jahrhundert.

Werkstätten und Galerien — Mehrere Keramik- und Glaswerkstätten haben sich in restaurierten Erdgeschossräumen entlang der HaKahal und angrenzenden Gassen niedergelassen. Die Kombination aus galiläischem Ambiente und einer Romantik-Kundschaft hat einen dauerhaften Markt für Qualitätshandwerk geschaffen.

Alma Winery hat sich im Dorf angesiedelt — kleines Charakter-Weingut mit nach Voranmeldung geführten Weinproben beim Winzer. Wer einen vollen Weintag plant, sollte diese Station in den Rundkurs einbauen, bevor es zu den größeren Weingütern geht.


Der Nimrod-Aussichtsweg

Vom Dorfeingang aus führt ein markierter 3-km-Weg zum Nimrod-Aussichtspunkt (Mitzpeh Nimrod) — dem eindrucksvollsten zu Fuß erreichbaren Panoramapunkt ab Rosh Pina und einer der schönsten Talaussichten in Nordisrael.

Der Aufstieg dauert in gemächlichem Tempo etwa 45 Minuten. Vom Gipfel aus:

Das schönste Licht ist am späten Nachmittag, wenn der Talboden sich in das Wärmelicht der goldenen Stunde taucht. 1,5 Stunden für Hin- und Rückweg einplanen; Wasser mitnehmen. Der Weg ist mit israelischen Wandermarkierungen gekennzeichnet.

Hinweis: Die Festung Nimrod — eine ayyubidisch-mamlukische Burg am Golanrand, 20 km nordöstlich — ist eine eigenständige Stätte, die einen separaten Besuch verdient. Beide tragen den Namen Nimrod, sind aber vollständig getrennte Orte.


Die Obergaliläa-Weinroute

Rosh Pina liegt am Schnittpunkt der Obergaliläa-Weinregion, wo Höhenlage (500–900 m), kühle Nächte und komplexe Basalt- und Kalksteinböden einige der respektiertesten Rot- und aromatischen Weißweine Israels hervorbringen. Weingüter im Umkreis von 30 Minuten ab Rosh Pina:

Galil Mountain Winery — das nächste Qualitäts-Großweingut, beim Kibbuz Yiron, 15 Minuten nordwestlich. Vollständiges Besucherzentrum mit organisierten Proben; die meisten Tage ohne Voranmeldung. Spezialisiert auf Cabernet Sauvignon und Viognier.

Pelter Winery — Boutique-Weingut, bekannt für ausdrucksstarke Weißweine und ausgewählte Rotweine von Spitzenreben; Voranmeldung empfohlen. Intime Proben für Besucher, die eine Stunde Winzergespräch wünschen.

Dalton Winery — etabliert, beim Moshav Dalton, 20 Minuten nördlich. Besucherzentrum, regelmäßige Öffnungszeiten, Cabernet und Chardonnay regelmäßig gut bewertet.

Alma Winery (im Dorf Rosh Pina) — kleinste und intimste; nur nach Voranmeldung.

Ein praktischer Weintag ab Rosh Pina umfasst zwei bis drei Proben mit Mittagessen in einem der Weingüter oder im Dorf. Die Abstände sind kurz — die Landschaft lädt zu häufigen Stops ein.


Logistik und Kombinationen

Ab Tiberias: 35 Minuten mit dem Auto auf Route 90 nördlich. Rosh Pina ist der natürliche Ergänzungsausflug von einer See-Genezareth-Basis für einen Wein- und Altstadt-Nachmittag.

Nach Safed (Tzfat): 20 Minuten westlich über Route 89. Viele Besucher kombinieren beide an einem Tag — Safed morgens für das kabbalistisch-künstlerische Viertel, Rosh Pina nachmittags für den Hulatal-Blick.

Ab Tel Aviv: 2,5 Stunden mit dem Auto (Autobahn 6 nördlich, Route 77 ostwärts). Ein Zweiübernachtungs-Circuit — eine Nacht in Rosh Pina, eine in Safed oder Tiberias — ergibt einen hervorragenden Nordisrael-Rundkurs.

Ab Jerusalem: 2,75 Stunden. Route 1 ostwärts bis zum Toten-Meer-Kreisverkehr, dann Route 90 nördlich im Jordangraben bis Tiberias, dann weiter.


Unterkunft

Rosh Pina hat sich zu einem der führenden Romantikziele Israels entwickelt — seine Steinhäuser-Guesthouses, Weinguts-B&Bs und restaurierten Altviertel-Zimmer empfangen israelische Paare und internationale Reisende ganzjährig. Die ländliche Umgebung bietet ein dichtes Netz an Zimmern (israelischen Landkabinen) — eigenständige Hütten mit privatem Jacuzzi, Kochnische und Aussicht. Diese sind besonders bei Paaren begehrt; ein Auto ist dafür erforderlich.

Sommer-Wochenenden und jüdische Feiertage (Sukkot, Pessach) sind wochenlang im Voraus ausgebucht — frühzeitig reservieren.


Siehe auch: 3 Tage in Galiläa · Golan Heights Guide · Gastronomie in Galiläa

Frequently asked questions

Was bedeutet 'Rosh Pina'? +

Rosh Pina bedeutet auf Hebräisch 'Eckstein' — ein Name aus Psalm 118:22 ('Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, ist zum Eckstein geworden'). Die ersten Siedler, rumänische jüdische Einwanderer, die 1882 ankamen, wählten diesen Namen, um ihre Überzeugung auszudrücken, dass ihre kleine Kolonie ein Grundstein der jüdischen Rückkehr ins Land Israel werden würde. Rosh Pina gilt als ältester noch erhaltener Moshava (landwirtschaftliche Kooperativgemeinde) Galiläas.

Wie komme ich von Tel Aviv oder Jerusalem nach Rosh Pina? +

Mit dem Auto liegt Rosh Pina etwa 2,5 Stunden von Tel Aviv (Autobahn 6 nördlich, dann Route 77 ostwärts) und 2,75 Stunden von Jerusalem entfernt. Ein Auto wird dringend empfohlen — das Altviertel, der Nimrod-Aussichtspunkt und die Weingüter der Umgebung sind ohne eigenes Fahrzeug kaum erreichbar. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln: Bus oder Zug bis Tiberias, dann Lokalbus nach Kiryat Shmona — etwa 40 Minuten ab Tiberias.

Welche Weingüter liegen in der Nähe von Rosh Pina? +

Rosh Pina liegt im Herzen der Obergaliläa-Weinregion. Im Ort selbst: Alma Winery, kleines Charakter-Weingut nur nach Voranmeldung. Im Umkreis von 15–30 Minuten: Galil Mountain Winery (beim Kibbuz Yiron; vollständiger Besucherzentrum mit freier Probe), Pelter Winery (Boutique, Voranmeldung empfohlen), Dalton Winery (etabliert; regelmäßige Öffnungszeiten). Weinguts-Öffnungszeiten saisonabhängig — immer vorher prüfen.

Wann ist die beste Zeit für einen Besuch in Rosh Pina? +

März bis Mai (Frühling): Wildblumen auf den Hügeln, angenehme Temperaturen (18–24°C). September bis November: Weinlese-Aktivitäten und dramatisches Licht auf den Panoramablicken. Sommer (Juni–August): Beliebt beim israelischen Binnentourismus — die Hanglage bringt eine Meeresbrise, die Nachmittage angenehm macht. Winter (Dezember–Februar): ruhig und frisch; das Hulatal ist in voller Vogelzugssaison (November–Januar).

Wie lange sollte man in Rosh Pina verbringen? +

Der Spaziergang durch das Altviertel dauert in gemächlichem Tempo ein bis zwei Stunden. Mit dem Nimrod-Aussichtsweg (3 km Hin- und Rückweg ab dem Dorf, 1,5 Std.) und einer Weinprobe ergibt das einen gut gefüllten halben Tag. Die meisten Besucher kombinieren Rosh Pina mit Safed (20 Minuten westlich mit dem Auto) oder dem See Genezareth (Tiberias, 35 Minuten südlich). Eine Übernachtung ist ideal: Das Abendlicht über dem Panorama ist außergewöhnlich.

Wo übernachtet man in Rosh Pina? +

Rosh Pina ist eines der beliebtesten Romantikziele Israels — seine Steinhäuser-Guesthouses und restaurierten Altviertel-B&Bs empfangen israelische Paare und internationale Reisende ganzjährig. Die ländliche Umgebung bietet ein dichtes Netz an Zimmern (israelischen Landkabinen) mit eigenem Jacuzzi, Kochnische und Ausblick. Sommer-Wochenenden und jüdische Feiertage (Sukkot, Pessach) werden Wochen im Voraus ausgebucht — frühzeitig reservieren.

By The Visit Israel Editorial Team · Last updated