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Yam l'Yam: Israels Meer-zu-Meer-Wanderung

Yam l'Yam: Israels Meer-zu-Meer-Wanderung

By The Visit Israel Editorial Team · Last updated

Geführte Wanderungen in Galiläa und auf dem Golan Tour

Geführte Wanderungen in Galiläa und auf dem Golan

Erkunden Sie Galiläa und den Golan mit einem erfahrenen lokalen Bergführer — vom Vulkanplateau des Golans bis zu den Eichenwäldern Obergaliläas. Ideal für Wanderer, die die bekanntesten Routen Israels in guter Gesellschaft entdecken möchten.

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Der Yam l'Yam verbindet Nahariya mit Tiberias — beide Städte sind von Ben Gurion aus erreichbar. Mit einem Mietwagen können Sie ein Fahrzeug am Startpunkt abstellen und mit Bus oder Shuttle zurückkehren. Tarife für Nordisrael vergleichen.

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Übernachten Sie am Start (Nahariya) oder Ziel (Tiberias / Ginosar) des Yam l'Yam. Kibbuz-Herbergen entlang des Weges nehmen Wanderer mit Voranmeldung auf — Booking.com listet die besten Optionen von der Nordküste bis zum Seeufer.

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Der Yam l’Yam — Hebräisch für „von Meer zu Meer” — zählt zu den großen Fernwanderwegen des Nahen Ostens: 89 Kilometer von der Mittelmeerküste bis zum See Genezareth, durch das dichteste Kulturmosaik Israels. Kreuzfahrerfestungen, Eichenwälder, druische Bergdörfer, die Kabbalastadt Safed und ein 1.200-Meter-Abstieg zu den Palmen des Kinneret — in vier Tagen legen Sie die gesamte Breite Galiläas zurück, ohne einmal einen Bus zu nehmen.


Der Streckenverlauf: Etappen und Landschaften

Der Weg verbindet Nahariya (oder den benachbarten Strand von Achziv) am Mittelmeer mit Kapernaum oder Ginosar am Nordwestufer des Sees Genezareth. Die orange-weißen Markierungen der Naturschutzgesellschaft Israel (SPNI) führen durch vier geografisch deutlich unterschiedliche Zonen:

Westgaliläa (Tage 1–2)

Von der Küste steigt der Weg rasch durch die niedrigen Hügel Westgaliläas. Das erste große Ziel ist die Festung Montfort (Starkenberg) — eine Kreuzfahrerburg aus dem 13. Jahrhundert auf einem Felsvorsprung über dem Nahal-Kziv-Tal. Der Deutsche Orden lagerte hier von 1229 bis zur Einnahme durch den Mameluckensultan Baibars 1271 Archiv und Schatz. Der Weg folgt dem Fluss Kziv durch eine bewaldete Schlucht, bevor er zur Obergaliläa aufsteigt.

Obergaliläa und druische Dörfer (Tage 2–3)

Der Weg durchquert die druischen Dörfer Beit Jan und Hurfeish — Gemeinschaften, in denen arabisch-druische Sprache, Hebräisch und Identitätsstolz in einer Architektur aus Basalt und geweißtem Kalkstein aufeinandertreffen. Bewohner bewirten Wanderer mit Kardamomkaffee und Tabun-Brot; Privatunterkünfte lassen sich im Voraus arrangieren. Darüber erhebt sich der Berg Meron (Har Meron, 1.208 m) — der höchste Gipfel Israels innerhalb der Grenzen von 1948. Bei klarer Sicht bietet der Kamm gleichzeitig Blick auf das Mittelmeer im Westen und den See Genezareth im Osten.

Safed (Tzfat) — Kulturelle Zwischenstation

Der Abstieg nach Safed führt in eine der vier heiligen Städte des Judentums, ein Zentrum der mittelalterlichen Kabbala und heute Kolonie von Künstlern. Die blaugraue Altstadt aus Basalt bewahrt die sephardischen und aschkenasischen Synagogen des 16. Jahrhunderts, Glasbläserwerkstätten und Gassen, in denen Josef Karo den Schulchan Aruch verfasste. Wanderer planen hier einen halben Tag ein.

Abstieg zum See Genezareth (Tag 4)

Die letzte Etappe ist die landschaftlich spektakulärste: ein Abstieg von 1.200 Metern auf 18–22 km, von den galiläischen Höhen hinunter an das Ufer des Kinneret (−212 m unter dem Meeresspiegel). Der Weg endet im Nationalpark Kapernaum — mit den Ruinen der Synagoge, in der Jesus laut dem Markusevangelium predigte — bevor er den Kibbuz Ginosar erreicht (mit dem Museum des hölzernen Bootes aus der Zeit Jesu, 1. Jahrhundert, 1986 entdeckt).


Etappenübersicht

TagVon → NachkmHöhenmeterUnterkunft
1Nahariya → Montfort (Kziv-Abschnitt)18–22+750 m / −400 mKibbuz Saar (3 km vom Weg)
2Montfort → Pelech / Abirim20–24+900 m / −600 mPelech-Herberge, Kibbuz Abirim
3Abirim → Safed20–25+500 m / −300 mB&Bs / Boutique-Hotels Safed
4Safed → Ginosar18–22+200 m / −1.200 mKibbuz Ginosar oder Seeufer

Buchungspflicht

Alle Etappen müssen im Voraus reserviert werden, besonders März–April und Oktober. Die Pelech-Herberge im Kibbuz Abirim (kef.co.il) ist die einzige strukturierte Unterkunft auf dem mittleren Abschnitt — ohne Reservierung müssen Sie weiter zu den druischen Dörfern (direkte Absprache). In Safed gibt es zahlreiche B&Bs — aktuelle Verfügbarkeit auf Booking.com prüfen.


Beste Reisezeit und Wetter

JahreszeitBedingungenEmpfehlung
März–April15–22 °C, Wildblumen, trockene WegeIdeal — Hauptsaison
Okt–Nov18–26 °C, Herbstlicht, weniger BetriebAusgezeichnet
Dez–Feb8–15 °C, Regenrisiko, maximales GrünAkzeptabel (Schlammwege möglich)
Juni–Sept32–40 °C, hohe Luftfeuchtigkeit, wenig WasserNicht empfohlen

Obergaliläa empfängt 600–900 mm Jahresniederschlag — eine der regenreichsten Regionen Israels. Im Winter kann der Meron-Gipfel leichten Schneefall erleben. Wettervorhersagen auf ims.gov.il vor Abfahrt prüfen.


Ausrüstung

Schuhe: Wasserdichte Bergstiefel mit hohem Schaft sind Pflicht — Galiläas Wege mischen rutschigen Kalkstein, Vulkanbasalt und Erdpfade. Trailsandalen oder Turnschuhe reichen für die vier Tage nicht aus.

Wasser: Tragen Sie 3–4 Liter für Kammabschnitte — natürliche Quellen existieren, sind aber außerhalb der Regenzeit nicht immer verlässlich. In den druischen Dörfern ist Nachschub möglich.

Rucksack: Ziel 8–12 kg maximal (Tagesrucksack mit Thermolayer, Regenjacke, Erste-Hilfe-Set, Energiesnacks, Stirnlampe). Kibbuzim lagern keine Gepäcküberschüsse.

Navigation: GPX-Tracks von iNature.org.il oder der INPA-App vor der Abreise herunterladen. Topografische Karten 1:50.000 von Maprik (Bereiche Nahariya und Kinneret) mitnehmen.


Anreise und Rückreise

Startpunkt: Nahariya ist per Direktzug von Tel Aviv (Hauptbahnhof) in 1,5 Stunden erreichbar. Von Ben Gurion: Zug Richtung Tel Aviv, dann Umstieg nach Nahariya. Mit dem Auto von Ben Gurion: Route 2 nordwärts, dann Route 4 nach Nahariya (~1:45 Stunden).

Rückreise ab Ginosar/Tiberias: Tiberias ist per Egged-Bus (Linien 430/431, ~1:15 Stunden) mit Haifa und per Direktbus (~2:30 Stunden) mit Tel Aviv verbunden. Eine direkte Zugverbindung nach Tiberias gibt es nicht — der Bus ist die Standardlösung.

Mietwagen-Logistik: Wer mit Auto anreist, lässt es in Nahariya und kehrt per Taxi oder Bus von Tiberias zurück, oder umgekehrt. Manche B&Bs in Safed bieten Shuttleservice für Wanderer an.


Siehe auch: Wandern in Israel · Akko (Acre) · Tiberias · See Genezareth · Jesus Trail · Golanhöhen

Frequently asked questions

Was ist der Yam l'Yam-Wanderweg? +

Der Yam l'Yam (Hebräisch: 'von Meer zu Meer') ist ein 89 km langer markierter Fernwanderweg, der die Mittelmeerküste (Nahariya oder Achziv-Strand) mit dem See Genezareth (Kapernaum oder Ginosar) in 3 bis 5 Tagen verbindet. Er durchquert Westgaliläa, Obergaliläa und Ostgaliläa und führt vorbei an der Kreuzfahrerfestung Montfort, den druischen Dörfern Beit Jan und Hurfeish, dem Berg Meron (1.208 m — höchster Gipfel Israels), den Gassen der mystischen Stadt Safed und den Hängen zum See hinunter. Der Weg ist orange-weiß von der SPNI markiert und eignet sich für erfahrene Wanderer mit leichtem Gepäck und Übernachtung in Herbergen.

Wann ist die beste Wanderzeit für den Yam l'Yam? +

Das ideale Zeitfenster ist Oktober bis Mai, außerhalb der Sommerhitze. Die beliebtesten Monate sind März bis April (Wildblumen, angenehme 15–22 °C) und Oktober bis November (goldenes Herbstlicht, weniger Besucher). Vermeiden Sie Juni bis September: Temperaturen in Galiläa erreichen tagsüber 35–40 °C, Wasser ist auf den Kammwegen knapp und die Obergaliläa leidet unter hoher Luftfeuchtigkeit. Dezember bis Februar bietet maximales Grün, aber mit erheblichem Regenrisiko und matschigen Wegen.

Wie viele Tage braucht man für den Yam l'Yam? +

Die meisten Wanderer absolvieren den Yam l'Yam in 4 Tagen (22–25 km/Tag). Schnelle Geher schaffen ihn in 3 Tagen; wer Safed oder Montfort besichtigen möchte, plant 5 Tage ein. Die Standardaufteilung: Tag 1 Nahariya/Achziv → Montfort (18–22 km); Tag 2 Montfort → druische Dörfer oder Pelech-Herberge (20–24 km); Tag 3 Obergaliläa → Safed (20–25 km); Tag 4 Safed → Ginosar/Kapernaum (18–22 km, starkes Gefälle).

Wo übernachtet man auf dem Yam l'Yam? +

Der Weg ist auf Kibbuz-Herbergen und Gästehäuser ausgerichtet, nicht auf Camping. Die wichtigsten Etappen: Montfort/Nationalpark (Picknickplatz, aber keine Unterkunft vor Ort — Kibbuz Saar 3 km entfernt); Kibbuz Abirim (Pelech-Herberge, Voranmeldung unter kef.co.il obligatorisch); druische Dörfer Beit Jan oder Hurfeish (Privatunterkünfte, Absprache im Voraus); Safed/Tzfat (zahlreiche B&Bs und Boutique-Hotels); Ginosar oder Seeufer. Alle Etappen unbedingt vorab buchen — Kapazitäten sind in der Hauptsaison (März–April, Oktober) begrenzt.

Kann man den Yam l'Yam ohne Führer gehen? +

Ja — der Weg ist orange-weiß von der SPNI markiert und auf der INPA-App (Israel Trail) gut dokumentiert. Nehmen Sie topografische Karten 1:50.000 von Maprik (in israelischen Wanderläden erhältlich) mit oder laden Sie GPX-Tracks von iNature.org.il vor der Abreise herunter. Die Navigation ist meist eindeutig; Abschnitte in Obergaliläa zwischen Meron und Safed können außerhalb der Saison überwachsen sein — aktuelle Berichte in israelischen Wanderforen prüfen.

Braucht man ein Visum oder eine Sondergenehmigung für den Yam l'Yam? +

Nein — der Weg verläuft vollständig auf israelischem Territorium; keine Sondergenehmigung erforderlich. Der Nationalpark Montfort erhebt Eintritt (im INPA-Pass inbegriffen). Einige Kibbuzim sind geschlossene Gemeinschaften: Bleiben Sie auf markierten Wegen. Der Berg Meron (Har Meron) ist frei zugänglich; die Eichenwälder im Schutzgebiet werden von der Keren Kayemeth verwaltet.

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